Books & Braun: Das Zeichen des Phönix - 'Pip Ballantine',  'Tee Morris'

Eliza Braun hat bei einem ihrer Einsätze mal wieder über die Stränge geschlagen. Zur Strafe wird sie ins Archiv des Ministeriums für eigenartige Vorkommnisse starfversetzt, wo sie auf den überkorrekten Archivar Wellington Books trifft. Der Archivarbeit kann Eliza nichts abgewinnen. Als sie jedoch den ungelösten Fall ihres alten Partners in die Hände bekommt, ist ihre Neugierde geweckt und sie entschließt sich, auf eigene Faust in diesem Fall zu ermitteln. Und der arme Books muß ihr dabei helfen, ob er will oder nicht.

Books & Braun ist mein erster Ausflug ins Steampunk-Genre. In diesem Buch wird das viktorianische England des Jahres 1896 mit der Welt der Technik verbunden. Hochkomplexe Waffen sind weitverbreitet, Books hat eine Archivierungsmaschine erfunden und Eliza trägt ein kugelsicheres Korsett. Eine realitische Darstellung des viktorianischen Englands darf man also nicht erwarten, mir haben aber gerade diese Gegensätze zwischen Moderne und Retro-Gefühl gefallen.

Die Geschichte hat etwas gebraucht um an Fahrt zu gewinnen, aber spätestens ab Seite 100  konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Insbesondere das Verhältnis zwischen Books und Braun hat es mir angetan, da die beiden sich unentwegt in den Haaren liegen, aber nach einer gewissen Phase des Zusammenfindes im Endeffekt doch füreinander einstehen. Hier habe ich mich des Öfteren an Mister Steed und Emma Peel aus "Mit Schirm, Charme und Melone" erinnert gefühlt. Die Wortgefechte zwischen den beiden sind einfach nur brilliant.

Books & Braun: Das Zeichen des Phoenix hat einen riesigen Spaß gemacht zu lesen und ich freue mich schon auf den zweiten Band dieser Reihe, der Mitte Dezember auf Deutsch veröffentlicht wird.