Rules of Civility - Amor Towles

Ein Buch über Liebe, Freundschaft und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ich habe öfters gelesen, dass dieses Buch mit dem großen Gatsby verglichen wird. Dies ist ein ganz guter Vergleich vor allem im Hinblick auf die erzählerische Kraft, die Amor Towles an den Tag legt. Sowohl das New York des Jahres 1938 ist vor meinem geistigen Auge auferstanden als auch die Charaktere zu realen Personen in meinem Kopf geworden, so plastisch und tiefgründig werden dieses beschrieben. Figuren, die auf den ersten Blick einen oberflächlichen Eindruck machen, bekommen durch Taten oder bestimmten Sätzen eine charakterliche Tiefe verpasst, so dass wirklich keiner der Protagonisten eindimensional und dadurch stereotyp erscheint.

Zudem mag ich Bücher, die den Geist des "American Dreams" vermitteln. Das Verlangen der Hauptfigur Katey, sich in beruflicher und privater Hinsicht besserzustellen und sich nicht mit dem üblichen Konventionen wie Heirat und Mutterschaft abzufinden, wird immer wieder thematisiert. Dabei geht der Autor teils unkonventionelle Wege und ein paar überraschende Wendungen hat der Roman auch zu bieten.

Ich habe "Rules of Civility" sehr gerne gelesen und vergebe eine volle Leseempfehlung.