Ich bin gerade von meinem Südengland-Urlaub zurückgekommen und was wäre ein Urlaub in Devon und Cornwall, ohne dass man auf ein paar literarischen Spuren wandelt.

Zum einen habe ich Agatha Christies Sommerhaus "Greenway" einen Besuch abgestattet und konnte es mir da nicht entgehen lassen, eines ihrer Bücher (einschließlich Greenway-Stempel) zu kaufen. Entschieden habe ich mich für "Murder on the Orient Express" und wenn mir dieses Agatha Christie Buch nicht gefallen sollte, dann wird es das mit mir und ihr gewesen sein.

Dann habe ich das Jamaica Inn besucht, welches Daphne Du Maurier in ihrem gleichnamigen Buch als Schauplatz gewählt hat. Joa, es ist ein Pub im Nirgendwo mit einem angeschlossenen Museum zum Thema Schmuggel, welches ich mir gar nicht erst angesehen habe. Das war jetzt nicht das Highlight meines Urlaubes.

Und zu guter letzt haben wir uns eine Theatervorstellung im Minack Theater angesehen, welches einfach nur wunderschön an den Klippen liegt (hier könnt ihr schauen, wie es dort aussieht: Minack Theater). Dort haben wir William Shakespeares "The Tempest" gesehen und es gibt wirklich keine genialere Kulisse als das Minack Theater für dieses Theaterstück.

Und dann kommen wir auch schon zu meiner Urlaubslektüre, wobei diese mit zwei gelesenen Büchern doch etwas mager ausgefallen ist:

 

    

 

Der Sturm: Passend zum Theaterstück habe ich danach den Sturm gelesen. Faszinierend finde ich immer wieder, wie die Stücke von Shakespeare zum Leben erweckt werden, wenn diese auf der Bühne aufgeführt werden. Selbst wenn ich nicht jedes Wort verstehe, verstehe ich die komplette Handlung alleine durch die Art, wie die Schauspieler die Dialoge rüberbringen. Und die Schauspieler, die wir im Minack gesehen haben, waren durch die Bank weg großartig. "Der Sturm" mag nicht die lustigste Komödie von Shakespeare sein, das Stück wird aber von einem Haufen liebenswürdiger und weniger liebenswürdigen Charakteren bevölkert. Mein persönlichen Lieblingsfiguren sind Ariel, der wetterkontrollierende Geist und Caliban, der unterdrückte und als Sklave gehaltene Ureinwohner. Ein großartiges Stück und 4,5 Sterne dafür.

 

Der böse Ort: Ich mag die Handlung des Buches, ich mag die Charaktere und eigentlich müßte ich diesem Buch eine höhere Wertung geben, als ich es schlußendlich getan habe. Mein Hauptproblem bei der "Peter Grant"-Reihe ist der, dass es eine riesige Hintergrundgeschichte gibt, die in jedem Band von neuen durchgekaut wird. Die erste Hälfte des Buches besteht fast ausschließlich nur aus Zusammenfassungen der ersten vier Bände dieser Serie. Und ich habe an vielen Stellen einfach das Gefühl gehabt, dass man diese ganze Rekapitulation der Geschehnisse einfach hätte straffen können oder einiges überhaupt nicht hätte erwähnen müssen. Ein etwas anstrengendes Lesevergnügen und daher nur 3,5 Sterne für dieses Buch.

 

Und dann fehlt ja noch mein Monatsüberblick. Im Juni habe ich folgende Bücher gelesen:

 

          

 

Rezensionen habe ich für folgende Bücher geschrieben:

 

Blinde Vögel

Kaltblütig

Noah

 

Das finstere Tal: Meine Lesehighlight im Juni. Ein Fremder, ein düsteres Bergtaldorf, abgeschottet von der Umwelt und voller mysteriöser Bewohner und ein dunkles Geheimnis. Die passenden Zutaten für ein Buch, welches sich von einem Heimatroman zu einer westernartigen Geschichte entwickelt, dessen Themen von Rache, Schuld und Sühne geprägt sind. Ich fand es großartig. 5 Sterne.

 

Du sollst nicht schlafen: Das Cover suggeriert, dass es sich bei diesem Buch um einen Thriller handelt, der Klappentext verspricht einen Thriller und es steht sogar Thriller direkt auf dem Buch drauf. Dieses Buch ist alles