William Shakespeare's Star Wars: Verily, a New Hope - Ian Doescher

Star Wars meets Wiliam Shakespeare. Da ich mit den Star Wars Filmen aufgewachsen bin und ich die Idee dieses Buches so außergewöhnlich finde, musste ich dieses (doch eher lustige) "Drama" einfach lesen. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch dann auch ganz gut gefallen, es wird nur weder dem Star Wars-Universum noch William Shakespeare (vom sprachlichen her) wirklich gerecht.

George Lucas ist kein großartiger Geschichtenerzähler und dies wird in geschriebener Form umso deutlicher. Im Film kann man sich an den tollen Kulissen, der Action und diesem Gefühl des Weltraummmärchens erfreuen und die eher öde Handlung fällt nicht so sehr auf. Im Buch ist das anders, hier merkt man wirklich ziemlich schnell, dass irgendwie kein richtiger Spannungsbogen in der Handlung zu finden ist. Und bei der Weltraumschlacht am Ende habe ich beim Lesen Kopfschmerzen bekommen. Weltraumschlachten im jambischen Pentameter geschrieben sind eine ganz schlechte Idee.

Richtig gut gefallen haben mir die Dialoge von R2-D2, der sowieso immer toll ist, komme was wolle, und die Gedankengänge der imperialen Mitarbeiter, die endlich mal eine Erklärung dafür abgeben, warum sie die Rettungskapsel, in der C3PO und R2-D2 sitzen, nicht abschießen:

 

Pray, hold thy fire:

For certain there are no life forms aboard.

And truly what may be the chance that aught

But life alone could fly within that pod?

The rebels could not be so cunning bold

To put the Death Star plans therein. If I

Were one to bet, I´d stake my life on it!

All´s well that endeth well, so say the wise,

And so that pod shall live to land below

 

Trotz der Mängel hat es mir wirklich Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. "The Empire striketh back" wird demnächst dann auch gelesen.