Hodejegerne - Günther Frauenlob, Jo Nesbø

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache: Es gibt Buchverfilmungen, die besser sind als ihre literarische Vorlage. Und Headhunters ist ein sehr gutes Beispiel hierfür. 

Die Geschichte, die Jo Nesbø zu Papier gebracht, funktioniert für mich nicht in geschriebener Form. Die erste Hälfte des Buches besteht nur aus der Einführung der Charaktere, insbesondere unserer Hauptfigur Roger Brown. Und er ist mir nicht sonderlich sympatisch gewesen, genauso wie alle anderen Charaktere in diesem Buch. In der zweiten Hälfte wird es so langsam spannend, richtig packen konnte mich die Handlung jedoch nicht (ich muss jedoch zugeben, dass ich den Film zuerst gesehen habe und daher wusste ich, was passieren wird).

Und nun zum Film: dieser besitzt keinen Spannungsbogen, sondern eine Spannungsschraube, die von jetzt auf gleich bis zum Anschlag angezogen wird. Dabei wird die Handlung richtig schön gestrafft, wodurch die Einleitung nach ca. 15 min des Films vorbei ist, während Nesbø dafür ein halbes Buch braucht. Dadurch, dass ich im Film sehr viel weniger über die Figuren erfahren habe, waren mir diese im Film durch die Bank weg alle sehr viel sympatischer. Und ich habe für das Verständnis der Geschichte nicht diese ganzen Informationen über die Figuren gebraucht. Ansonsten handelt es sich bei dem Film um eine 1:1-Verfilmung, die haben so gut wie nichts an der eigentlichen Story geändert.

Also, schaut euch den Film an, der absolut genial ist. Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.