Medusa (German Edition) - Thomas Thiemeyer

Ich bin gerade richtig am kämpfen mit mir, ob ich dieses Buch zu Ende lesen soll oder nicht. Und dies liegt nicht daran, dass ich das Buch sonderlich schlecht finde. Um ehrlich zu sein, lässt sich "Medusa" ganz gut lesen und ist ganz unterhaltsam, obwohl die Handlung mich jetzt auch nicht sonderlich vom Hocker haut.

Der Grund ist folgender: anscheinend bin ich eine Memme. Als Erklärung muss ich die Szene beschreiben, die mich zu dieser Erkenntnis geführt hat:

 

Unsere Protagonisten, ein Haufen von Archäologen und Naturwissenschaftlern, suchen einen verborgenen Ort. Diesen Ort finden sie dann auch - eine Spalte im Felsen, die natürlich erkundet werden muss.Einer muss ja als erster in die Spalte kriechen, mit dem Kopf voraus, irgendwo knackt der Fels und der tapfere Mann macht die Feststellung, dass er hoffnungslos im Fels steckenbleiben würde, wenn sich jetzt ein Brocken lösen wurde. Er kriecht aber trotzdem weiter und dann kommt ihm der Gedanke, dass die Felsspalte hoffentlich keine Sackgasse ist. Wenn dies nämlich der Fall wäre, würde er wie ein Korken in der Flasche feststecken und nicht mehr rauskommen.

 

Genau an diesem Punkt, bei der Beschreibung dieser Szene, hat sich meine Platzangst, die an sich nur sehr milde ausgeprägt ist, lautstark zu Wort gemeldet. Ein Gefühl der absoluten Beklemmung und eine leichte Panikattacke inklusive. Und nun kreist mein Finger über diesem Ebook und ich kann mich nicht dazu bringen, es wieder zu öffnen. Daher lege ich dieses Buch erstmal zur Seite, mal schauen wie es in einer Woche aussieht.