Pompeii - Robert Harris

Pompeii – mein erster Gedanke beim Lesen des Buchtitels war dieser hier: Ah, ein Buch über den Vulkanausbruchs des Vesuv und die Zerstörung der ganzen Stadt. Keine Angst, dass kommt auch in diesem Buch vor, jedoch erst ab Seite 300 (wobei das Buch nur 400 Seiten hat).

Auf den ersten 300 Seiten folgen wir also der fiktiven Figur des Attilius, Ingenieur und verantwortlich für den Aqua Agusta. Der Aqua Augusta ist ein Aquädukt, der die komplette Vesuv-Region mit Wasser versorgt und als dieser versagt, muss dieser repariert werden. Der Hauptfokus der Geschichte liegt also beim Thema Aquädukte und deren Reparatur. Für mich persönlich jetzt nicht das interessanteste und lesenswerteste Thema.

Dann bricht der Vulkan aus, unser Held Attilius trifft absolut irrationale und abstruse Entscheidungen und der fiktive Teil der Geschichte driftet irgendwie ins Banale ab.

Am besten gefallen haben mir die geschichtlich überlieferten Tatsachen, die im Grunde die moderne Vulkanologie begründet haben und zur Entdeckung der „Plinianischen Eruption“ geführt haben. Darüber hätte ich sehr  gerne mehr gelesen, jedoch wird dieser Aspekt und die Figur des Plinius des Älteren, der eben jene naturwissenschaftlichen Aufzeichnungen zu Papier gebracht hat, sehr stiefmütterlich behandelt. Und dies hat dann schlussendlich dazu geführt, dass ich maßlos enttäuscht bin  von diesem Buch. Schade.