Ich habe tatsächlich ganze 10 Bücher in diesem Monat geschafft und davon sind ganze drei Klassiker gewesen. Ich liege also mit meinem Vorhaben, mehr Klassiker zu lesen, gut im Rennen.

 

Rezensionen habe ich für folgende Bücher geschrieben:

 

Invitation til mord

The Perfect Storm

The Hot Zone

Thérèse Raquin

 

Casino Royale (James Bond): Ich bin ein riesiger Fan der Bond-Filme und daher habe ich mich gefragt, ob mir die Bücher denn auch gefallen würden. Und nachdem ich den ersten Band jetzt gelesen habe, kann ich dies mit einem Jein beantworten. Bond ist ein chauvinistisches Schwein, da gibt es keine zwei Meinungen. Da mir dies vor dem Lesen aber bewusst war, hat mich dies nicht weiter gestört. Während des Lesens habe ich mich jedoch gefragt, wo die Intelligenz von Bond abgeblieben ist. Durch seine eigene Dummheit rutscht er ein ums andere mal in eine lebensbedrohende Situation, die er dann einfach nur durch pures Glück überlebt. Da bin ich vom Film-Bond andere Sachen gewöhnt (inklusive Krawatte wieder zurechtrücken). Ich werde den Bond-Büchern noch eine zweite Chance geben, hier hat es aber nur zu 2 Sternen gereicht. 

 

Furie: Ein typisch amerikanischer Serienkiller-Psychothriller. Stereotype Charaktere, eine überzogene und unglaubwürdige Geschichte und die übliche Portion Drama. Das einzige, was mich dazubringt, diese Reihe weiterzulesen, ist das kranke, aber faszinierende Verhältnis zwischen Detective Archie Sheridan und der Serienkillerin Gretchen Lowell, die erstgenannten 10 Tage in einem  Keller gefoltert hat. Deren Beziehung zueinander (eine Abart des Stockholm-Syndroms?) hebt dieses Buch von anderen Vertretern des Genres ab. 3 Sterne.

 

Das Bildnis des Dorian Gray: Dieses Buch sortiere ich einfach in die Kategorie "Großartiger Klassiker, den jeder einmal gelesen haben muß" ein. Und dabei konnte mich Oscar Wilde mit seiner Erzählung überraschen: Dorian Gray, dessen hedonistischer Lebensstil im Verlauf der Geschichte nur vage angedeutet wird, wird hier eher als tragische denn als bösartige Persönlichkeit beschrieben. Da hatte ich vor dem Lesen etwas anderes erwartet. 5 Sterne.

 

Der Monddiamant: Dies ist wohl die erste Detektivgeschichte, die jemals geschrieben worden ist und somit musste ich sie einfach lesen. Dafür dass das Buch im Jahre 1868 veröffentlicht worden ist, macht es einen erstaunlich modernen Eindruck und es zeigt sich, dass eine gute Geschichte auch ohne ausufernden Mord und Totschlag auskommen kann. Erzählt wird die Geschichte in Rückblicken durch acht verschiedene Personen und hier liegt mein einziger kleiner Kritikpunkt. Ich konnte einen dieser Berichterstatter überhaupt nicht ausstehen. 4,5 Sterne.

 

Die Pforte: Wo fange ich hier an? Also, "Die Pforte"  ist wirklich spannend geschrieben und lässt sich leicht und schnell lesen. Dies ist dann aber auch das einzig Positive, was ich zu diesem Buch sagen kann. Tief unter der Erde in Wyoming hat sich ein Riss gebildet aus dem in regelmäßigen Abständen Gegenstände kommen, die wohl außerirdischen Ursprungs sind. Keiner weiß, wofür diese Dinge gut sind und wie sie funktionieren. Das hält die tollen Wissenschaftler aber nicht davon ab, diese Dinge trotzdem zu benutzen. Nun ja, sollen sie. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendein außerirdisches Wesen auf diesem Riss rauskommt. Und dann habe ich auf den letzten knapp 30 Seiten etwas völlig anderes präsentiert bekommen, und zwar folgendes (ich verrate hier das Ende, also wirklich nur lesen, wenn ihr dieses Buch nicht lesen möchtet):

 

Einen Zeitreiseroman. Ich hasse Zeitreisegeschichte (außer Dr. Who, den finde ich cool).

(show spoiler)

 

1,5 Sterne für "Die Pforte".

 

Die dunklen Straßen von Aberdeen: Und dann habe ich noch einen britischen Krimi gelesen. Die Krimihandlung ist hier eher unspektakulär ausgefallen und es handelt sich eher um mehrere kleine Fälle, die gelöst werden müssen. Der Fokus liegt eindeutig auf der Figur des Logan McRae und seinen Polizeikollegen und diese Polizistentruppe habe ich irgendwie ins Herz geschlossen. Diese Reihe werde ich definitiv weiterlesen. 3,5 Sterne.