Wuthering Heights - Emily Brontë, Gisela Etzel

Wuthering Heights – ein Buch wie ein Autounfall. Man beobachtet ihn, alles ist furchtbar, man möchte wegschauen, nur kann man dies nicht. Die Faszination des Morbiden zwingt einen weiterzulesen. So in etwa habe ich beim Lesen dieses Buches empfunden und anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich es bis zum bitteren Ende fertig gelesen habe. Um es kurz zu machen: Ich habe es mit jeder Seite, die ich gelesen habe, mehr und mehr gehasst.

 

Es gibt keinen einzigen liebenswerten Charakter in diesem Buch, alle Figuren sind vom Hass zerfressen, sie beschimpfen einander und vor physischer Gewalt wird auch nicht zurückgeschreckt. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem dermaßen viele negative Gedanken und Empfindungen auf den Leser übertragen werden und das vom ersten Kapitel an.

Angeführt wird die Figurenriege von Catherine und Heathcliff, deren Liebesgeschichte dieses Buch wohl zum unsterblichen Klassiker werden lässt. Leider kann ich dies nicht nachvollziehen, da für mich diese Geschichte alles ist, nur keine Liebesgeschichte. Heathcliff ist ein Monster, ein Soziopath wie er im Buche steht und dieser Figur spreche ich jegliche Fähigkeit ab, so etwas wie Liebe zu empfinden.  Er ist für mich der schlimmste Charakter, der es jemals zwischen zwei Buchdeckel geschafft hat. Mit allen anderen Figuren bin ich nicht wirklich warm geworden, einige sind einfach nur furchtbar, aber um fair zu sein: zwei Figuren sind ganz annehmbar und die bekommen dann am Ende ein Happy End spendiert. Gott sei Dank!

Ich mag Klassiker, ich mag sie wirklich, aber dies ist mit Abstand das schlechteste Buch, welches ich jemals gelesen habe.